CEO bringt Glauben zur Arbeit mit

Bill Anderson
Bill Anderson leitet den Konzern Bayer in Leverkusen mit rund 90'000 Mitarbeitenden und ist überzeugter Christ. Vorher war der Topmanager aus den USA bei Roche in Basel tätig. Er spricht offen über seinen Glauben an Jesus.

Es gibt weitere Manager, denen Werte und der christliche Glaube wichtig sind und die auch noch erfolgreich sind. Der deutsche Konzern Bayer wurde 1863 als Chemieunternehmen gegründet und ist heute in den Bereichen Gesundheit, Pharma und Agrarwirtschaft tätig. Der Konzern ist als Teil des wichtigen Index Dax an der Börse kotiert und erzielt über 46 Mrd. Euro Umsatz. 2023 wurde Bill Anderson CEO von Bayer als Mann, der den Traditionskonzern nach der Monsanto-Übernahme in die Zukunft retten soll. Vorher war er ab  2019 CEO von Roche Pharmaceuticals in der Schweiz.

Bill Anderson erklärt auf der deutschen Medienplattform «The Pionieer Briefing», dass sein Glaube ihn dazu bringt, die Welt als Schöpfung eines liebenden Schöpfers zu sehen und Menschen zu helfen. Er betet regelmässig für andere Menschen und sieht Gott als Quelle der Kraft. Bill Anderson wurde 1966 in Ohio (USA) geboren. Er hält einen Bachelor of Science von der University of Texas und einen Master of Science vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) – beide in Chemieingenieur­wesen.

Wofür lebst du?

Auf der Medienplattform «The Pionieer Briefing» wird er über seinen Glauben befragt, zum Beispiel wer Gott sei? «Ich glaube an den Gott, der vor dem Urknall existierte. Er hat das Universum und die Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen.» Zu Gott gefunden hat er mit 22 Jahren. Seine Eltern waren religiös. Er hat ihnen das aber nicht abgenommen. Später hat er als junger Ingenieur gearbeitet und wurde von einem Arbeitskollegen herausgefordert: «Wofür lebst du?» Bill Anderson hatte grosse Schwierigkeiten, darauf zu antworten. «Die Wahrheit war: Ich lebte nur für mich selbst.» Die Frage brachte ihn dazu, sich mit dem Leben auseinanderzusetzen. Warum sollte ich an Gott glauben? Warum sollte ich Gott folgen? So analysierte er verschiedene Religionen und begann, in der Bibel zu lesen. «So kam ich zur Überzeugung, dass es einen Gott gibt», erklärt Bill Anderson im Interview, dass es auch auf YouTube gibt.

Für Bill Anderson ist wichtig, vom Ende her zu denken: «Jeder wird mal sterben. Mein Punkt ist, dass ich loslassen kann. Ich kann den intensivsten Tag erleben. Wenn ich fertig bin, kann ich sagen: Danke, Gott, dass du mich durch diesen Tag gebracht hast. Gib mir die Kraft, morgen ein guter Chef zu sein. Das ist wirklich befreiend. Ich wäre sonst nicht hier und könnte viele Dinge nicht tun. Ich bin nicht so stark.»

Der Glaube gibt «enorme Kraft»

Natürlich wurde Bill Anderson gefragt: «Wie passen Glaube und Gott zum Unternehmen, das sie leiten?» Darauf antwortete er: «Alle haben einen Glauben. Manche Menschen glauben an Macht oder an Geld und manche an Beziehungen. Wenn ich also meinen Glauben mit zur Arbeit bringe, mache ich genau das gleiche, wie alle anderen. Auch ein Atheist bringt seinen Glauben zur Arbeit mit.» Das hat Auswirkungen: Sein Glaube sagt ihm, wie er sich an der Arbeit verhalten soll: «So will ich zum Beispiel unparteiisch sein. Jesus hat uns gelehrt, dass man zu jedem fair sein soll. Es gibt keinen Platz für Vorurteile oder Diskriminierung.» Und weiter: «Gott ruft mich dazu auf, meine Freunde und meine Feinde zu lieben. Das bedeutet, dass ich mein Bestes geben kann, aber ich weiss, dass ich nicht Gott bin. Ich habe nicht alles unter Kontrolle. Das hat nur Gott.»

Bill Anderson hat in sechs Ländern gearbeitet und ist mit seiner Frau zwölfmal umgezogen. In dieser Zeit hat er sich als Turnaround-Experte profiliert. Er wurde engagiert, wenn etwas schief gelaufen war: «So war ich schon in einigen schwierigen Situationen, wo mich der Druck fast erdrückte. Man macht sich Sorgen um die Arbeitsplätze der Menschen und über die Zukunft des Unternehmens. Mein Glaube gab mir in dieser Zeit enorme Kraft.»

Forum Christliche Führungskräfte in der Schweiz

Auch in der Schweiz gibt es viele Führungskräfte, denen der christliche Glaube und die Bibel wichtig sind. Am nächsten Forum Christliche Führungskräfte am 11. September 2026 in Winterthur (Anmeldung hier) werden einige davon berichten. Zum Thema «Gott sei Dank ist Montag» spricht zum Beispiel Ken Costa, der sich als Vizepräsident im Investment Banking der UBS den Ruf als vertrauenswürdiger Berater erarbeitete. Er begleitete Topunternehmen bei komplexen Fusionen. Später verfasste er das Buch «God at Work» (Gott bei der Arbeit). Am Forum erklärt der bekennende Christ, wie sein Glaube ihn im Berufsleben begleitet hat.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Dienstagsmail Nr. 915.

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Autor: Markus Baumgartner
Quelle: Dienstagsmail

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