Chrischona Berg fokussiert sich künftig auf Kernauftrag Bildung

In Zukunft konzentriert sich das TSC nur noch auf die theologische Bildung
Das Theologische Seminar St. Chrischona beginnt das Zukunftsprojekt «TSC 2040». Das TSC konzentriert sich künftig vollständig auf die theologische Bildungsarbeit, andere Aufgaben wie der Konferenz- und Gästebetrieb werden weitgehend beendet.

Im Jahr 2040 will das TSC sein 200-jähriges Jubiläum feiern. Der Projektname drückt den Wunsch der Leitung aus, den Verein TSC zukunftssicher aufzustellen. Werner Sturm hat als Vorstandsdelegierter des TSC und Verwaltungsratspräsident der Chrischona Campus AG die Projektleitung. Er erklärt: «Wir leiten eine grosse Entlastung für das TSC ein. Ziel ist eine theologische Ausbildung, die für das 200-jährige Jubiläum strukturell und finanziell nachhaltig aufgestellt ist. Auf diesem Weg wollen wir auf Gottes Stimme hören. Wir beten und arbeiten für eine erneuerte, zukunftsweisende Vision für das TSC und den Chrischona Berg – und dafür, dass uns unsere Freunde und Partner auf dem herausfordernden Weg in die Zukunft begleiten.»

Entlastung durch Reduktion des Gästebetriebs

Hauptsächlich betroffen ist die Chrischona Campus AG. Dieses Tochterunternehmen des TSC hat seit 2019 die Immobilien auf dem Chrischona Berg bewirtschaftet und den Konferenz- und Gästebetrieb durchgeführt. Trotz vieler Anstrengungen und mancher Erfolge konnten diese Aktivitäten nicht kostendeckend gestaltet werden. Deshalb wird der externe Gästebetrieb im Herbst 2026 weitgehend eingestellt. Danach wird das TSC nur noch interne Veranstaltungen durchführen, z. B. die Anlässe des Studienbetriebs, den Inspirationstag für Menschen in der 2. Lebenshälfte oder die Konzerte des TSC-Chors.

Entlastung durch Verkauf weiterer Immobilien

Panorama auf dem Chrischona Berg

Bei den Immobilien geht das TSC den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Bereits 2025 wurden das «Restaurant Waldrain», das «Haus zu den Bergen» und das «Frauenwohnhaus» verkauft. Die Käufer sind Personen, welche die christlichen Werte des TSC teilen. Mit den Verkaufserlösen kann nun der Grossteil der Bank-Hypotheken getilgt werden. Neu sollen weitere Wohnhäuser auf dem Chrischona Berg veräussert werden, weil auch die Entwicklung dieser Immobilien die Leistungsfähigkeit des TSC übersteigt. Gesucht werden mit dem TSC verbundene Käufer, die den Chrischona Berg mit dem TSC zusammen weiterentwickeln wollen. Mittelfristig im Eigentum behalten will das TSC nur die direkt mit der Ausbildung verbundenen Gebäude: das Konferenzzentrum, das Brüderhaus, das Haus Morgenrot (Wohnheim), die Eben-Ezer-Halle und die Kirche St. Chrischona.

«Befreiendes Zukunftsprojekt»

Bemerkenswert ist die grosse Einigkeit, die im Verein TSC hinsichtlich des Zukunftsprojekts besteht. Ein Vorstandsmitglied ist Christian Haslebacher, Vorsitzender der Viva Kirche Schweiz: «Als Viva Kirche Schweiz sind wir überzeugt, dass das TSC weiterhin Menschen ausbilden soll, die Schönheit und Kraft des Evangeliums selbst zu verstehen und anderen weiterzuvermitteln. Das war von je her die Vision, auf die durch die Zukunftsstrategie TSC 2040 – entlastet von anderen Aufgabenbereichen – neu fokussiert wird.» 

Dr. Benedikt Walker, der Rektor des TSC, befürwortet ebenfalls TSC 2040: «Für uns als TSC ist das Zukunftsprojekt befreiend – auch wenn ein Teil der Massnahmen schmerzen wird. Unser Weg aber ist klar: Wir wollen als TSC auch nach 200 Jahren Menschen theologisch ausbilden – und damit Gottes Auftrag erfüllen.»

TSC-IGW: Zusammenarbeit geht weiter

Nicht betroffen von den Veränderungen ist die Zusammenarbeit des TSC mit seinem Bildungspartner IGW. Erste Früchte trägt die Kooperation in der «TSC-IGW Academy», die im Frühjahr 2026 startet und Weiterbildungsangebote bündelt.

Zum Thema:
Studienstart TSC-IGW und HF TDS: Theologiestudium macht fit fürs Leben 
Keine Konkurrenz mehr: TSC und IGW schliessen sich zusammen  
«Die Ernte ist gross»: Theologiestudium statt Karriere gewählt

Quelle: TSC

Werbung
Livenet Service
Werbung