Ein ferner Positionspunkt

Lasst uns im neuen Jahr mit Jesus auf Kurs bleiben (Symbolbild)
«Siehe, ich mache alles neu» - kompakter kann man es nicht ausdrücken, was den Kern christlicher Hoffnung ausmacht. Die Jahreslosung 2026 kann allerdings auch für Frustrationen sorgen.

Ich erinnere mich gut: wir waren mit dem Kajak in Alaska unterwegs. Heute stand die Überquerung einer weiten Meeresbucht auf dem Programm, etwa 25 Kilometer Hochseepaddeln. Ganz, ganz fern am Horizont erblickten wir ein Stück Land, eine leichte Erhöhung – unser Ziel. Wir paddelten los. Eine Stunde. Zwei Stunden. Drei Stunden. Das angepeilte Stück Land kam einfach nicht näher – wer schon auf dem Meer gepaddelt ist, kennt das. Du starrst angestrengt geradeaus und hoffst, dass du den Punkt nicht aus den Augen verlierst. Schliesslich, endlich: er wurde etwas grösser. Viel zu langsam. Wellen hoben uns hoch und wieder runter. Bei jedem Auftauchen aus einem Wellental der angestrengte Blick nach vorn. Schliesslich kam der Punkt wirklich näher, Konturen zeigten sich, und nach vielleicht sechs Stunden kamen wir an der anderen Landspitze an. Genau da, wo wir hinwollten.

Da wollen wir hin!

«Siehe, ich mache alles neu» ist so ein Orientierungspunkt. Da wollen wir hin! Das ist der Zielpunkt! Der Vers steht ja fast ganz am Ende der Bibel (Offenbarung 21,1-5). Ein neuer Himmel und eine neue Erde. Eine Stadt kommt vom Himmel herab, Gott wohnt bei den Menschen; alle Tränen werden abgewischt, kein Tod mehr, keine Klage, keine Trauer, kein Schmerz. Das Alte, das uns so viel Mühe machte, ist vergangen. Und da sitzt einer auf dem Thron und sagt «Seht, ich mache alles neu!» Wer auf dem Thron sitzt, hat das Recht, sowas Gewagtes zu sagen. Endlich ist die Erlösung des Kosmos Realität. Das Vorwort ist abgeschlossen, jetzt beginnt das erste Kapitel. 

Das ist der Zielpunkt. Wir sind noch nicht da, aber wir bewegen uns in diese Richtung. Es kann frustrierend sein, dass es so langsam geht. Aber wir bleiben dran. Wir ermutigen uns gegenseitig: «Die Richtung stimmt. Weiter!»

Ein Spritzer Zukunft

Ab und zu kriegen wir einen Spritzer Zukunft mit, dann wird auch hier schon etwas neu. Ein Leben wird anders. Eine Ehe wird neu. Eine Krankheit wird geheilt. Feinde versöhnen sich, Schuld wird vergeben, Tränen werden abgewischt. In ein sinnloses Leben bricht Hoffnung ein. Der, der da auf dem Thron sitzt, ist jetzt schon am Werk. Er heilt nicht jede Krankheit, aber er lässt etwas aus einem Leben herausstrahlen.

Es sind Millionen, die in die gleiche Richtung laufen: auf Ihn hin – auf den zu, der auf dem Thron sitzt. Jesus ist der Einzige, der die Kraft und die Autorität hat, solch ein grosses Wort Wirklichkeit werden zu lassen. «Es gibt nichts Neues unter der Sonne», sagte der weise Salomo. «Ich mache alles neu», sagt der, der auf dem Thron Davids sitzt. Wenn das Salomo gewusst hätte!

Bleiben wir auf Kurs

Wer zu Christus gehört, ist schon heute eine «neue Kreatur», auch wenn ihm noch manches Alte anhaftet – quasi Schöpfung 2.0. Und wer sich durch Glauben und mit viel Liebe von dieser Hoffnung ziehen lässt, wird vieles erspähen, was schon neu wird. Vor-Läufiges, aber Reales. Ermutigen wir uns gegenseitig, bleiben wir gemeinsam auf Kurs. Es kann sein, dass wir 2026 eine Menge Spritzer der Zukunft mitkriegen – nicht zuletzt, wenn wir auch im Neuen Jahr Livenet lesen.

Zum Thema:
Talk mit Blick in die Zukunft: «Wir wollen frecher werden» 
Gedanken zur Jahreslosung: Prüft alles und das Gute behaltet 
Gedanken zur Jahreslosung 2024: «Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe!» 

Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Livenet

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